Deutsches Asylrecht: Unmoralisch und entwürdigend

Kriege und Krisen auf der Welt lassen die Zahl der Menschen, die in Europa Zuflucht suchen, von Tag zu Tag steigen. Kein anderes Thema bewegt die Gemüter derzeit mehr als Flucht und Asyl – auch uns bei missio und missio for life gehen die Schicksale der Männer, Frauen und Kinder, die sich meist unter Lebensgefahr zu uns flüchten, extrem nahe.

missio-Präsident Huber heißt ALLE Menschen in Deutschland #Willkommen.
missio-Präsident Huber heißt ALLE Menschen in Deutschland #Willkommen.

Erst kürzlich hat unser Präsident Monsignore Wolfgang Huber nach einer Dienstreise nach Äthiopien die Auslegung des Flüchtlingsstatus im deutschen Asylrecht scharf kritisiert. Es sei „unmoralisch“, dass bei uns ausschließlich politisch Verfolgten Asyl zugestanden wird, betont Huber und fordert die politischen Akteure dazu auf, die Augen nicht länger vor der Wirklichkeit zu verschließen: „Die große Not durch Armut, durch Naturkatastrophen und Klimawandel oder eine fehlende Perspektive wird nicht berücksichtigt. Eine solche Abgrenzung ist in höchstem Maße entwürdigend für die betroffenen Menschen“, sagte er.
Hier geht’s zum ausführlichen Bericht >>

Mit unseren Projekten versuchen wir, die Lebensumstände der Menschen in ihren Heimatländern zu verbessern und damit die Fluchtursachen in den Herkunftsländern zu bekämpfen. Doch Kriege und Hungersnöte lassen den Menschen oft einfach keine andere Wahl: Aus Angst um ihr Leben verlassen sie verzweifelt ihr Land mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Mit der Zahl der Flüchtlinge scheint auch der Fremdenhass bei uns mehr und mehr zuzunehmen. Das Netz ist voller erschreckender Hasstiraden, fremdenfeindliche Gewalt und Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte sind fast schon an der Tagesordnung. Jede Menge Vorurteile kursieren: „Asylbewerber sind kriminell“, „Die kriegen alles kostenlos“, „Die lassen es sich bei uns gut gehen“ sind nur einige davon. Bei katholisch.de gibt es jetzt zu diesem Thema das Video „Echte Flüchtlinge lesen echte Tweets“, das uns sehr beeindruckt hat:

Außerdem haben wir uns aus voller Überrzeugung bei der Facebook-Willkommens-Aktion des Bistums Essen beteiligt und mit vollem Körpereinsatz hoffentlich ein kleines Zeichen für mehr Toleranz gesetzt.
Hier findet Ihr unsere Bildergalerie>>

missio for life setzt ein Zeichen für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit.
missio for life und missio setzten ein Zeichen für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit.

Jetzt am Wochenende haben sich auch nochmals prominente Vertreter der katholischen Kirche zu Wort gemeldet und zu einem anderen Umgang mit Flüchtlingen aufgerufen. „Wer deutschen Boden betritt, soll menschenwürdig und gerecht behandelt werden“, fordert der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Münchner Kardinal Reinhard Marx. Mit deutlichen Worten hat sich auch der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick, der als Vorsitzender der Kommission Weltkirche auch so etwas wie der Außenminister der Deutschen Bischofskonferenz ist, gegen jede Form der Fremdenfeindlichkeit gewandt: „Es ist eine Schande, dass Deutsche Flüchtlingsheime anzünden und ‚Ausländer raus‘ gegen Flüchtlinge schreien“, sagt er.

Wer gute Argumente sucht, um rassistischen Stammtischparolen die Stirn zu bieten, der findet hier bei Pro Asyl Fakten zur Debatte über Flüchtlinge.

Viel Erfolg!

 

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