Duyog Marawi: Für den Frieden auf den Philippinen

Monatelang herrschte im vergangenen Jahr auf der philippinischen Insel Mindanao Krieg: Am 23. Mai hatten Kämpfer des Islamischen Staats die 200.000-Einwohner-Stadt Marawi im Norden der Insel belagert, das philippinische Militär schlug zurück. Fünf Monate dauerte die Befreiung. Mehr als 1000 Menschen starben, darunter viele Zivilisten. Das Zentrum von Marawi wurde komplett zerbombt. Tausende Menschen verloren ihr Zuhause und leben heute in Flüchtlingslagern.

Wir von missio haben Marawi vor kurzem besucht und uns dort mit Partnern der katholischen Kirche getroffen. Noch während der Belagerung durch den IS haben mehrere Priester und Laien die Organisation DUYOG MARAWI gegründet: Gemeinsam helfen junge Christen und junge Muslime den Hinterbliebenen der Opfer, den Flüchtlingen und den ehemaligen Geiseln des IS. Die vielen Freiwilligen und Mitarbeiter von DUYOG MARAWI verstehen sich als Botschafter der Solidarität.

Begleitet von bewaffneten Militärs konnten wir im Februar die zerstörte Innenstadt von Marawi besuchen. Foto: Fritz Stark

„Hier ist der beste Ort, um der Welt zu zeigen, dass Christen und Muslime zusammenarbeiten können“, sagt Brother Reynaldo „Rey“ Barnido, einer der Mitbegründer von DUYOG MARAWI. „Unsere Zusammenarbeit hier ist der Weg zum Frieden.“

Im missio magazin 4/2018, das Anfang Juni erscheint, berichten wir in einer großen Reportage über die Belagerung Marawis, über die Folgen des fünfmonatigen Krieges und über die Friedensarbeit von DUYOG MARAWI.

Einen Einblick in die Situation auf Mindanao bietet jetzt eine aktuelle ARTE-Reportage, die unter diesem Link>> zu sehen ist. Auch Brother Rey kommt hier zu Wort und Ihr könnt die Freiwilligen von DUYOG MARAWI bei ihrer Arbeit begleiten.

Eine wirklich beeindruckende Arbeit unserer Partner auf den Philippinen!

 

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