Entsetzliche Dürre in Westafrika

Uns hat in diesen Tagen ein dringender Hilferuf unserer Projektpartner aus dem westafrikanischen Land Burkina Faso erreicht. Dort in der Diözese Kaya bahnt sich aktuell die wohl schlimmste Hungerkatastrophe der vergangenen Jahre an. Sechs Millionen Menschen aus den Ländern der Sahelzone sind davon betroffen!

Der langjährige missio-Projektpartner Abbé Adelphe Rouamba schreibt uns in einem Brief: „Burkina Faso hat schon jetzt ein Getreidedefizit von 500 000 Tonnen! Um einer humanitären Katastrophe vorzubeugen, müssen sofort dringende Nothilfen eingeleitet werden. Die Familien sind verzweifelt. Bitte stehen Sie uns bei!“

Die Ursachen der Katastrophe: Die Niederschläge waren  im vergangenen Jahr rar und die Ernten ohnehin spärlich. Schon jetzt sind nahezu alle Erträge und Vorräte aufgebraucht.

Dabei stehen die schlimmsten Monate erst noch bevor. Denn neue Ernteerträge sind frühestens im September zu erwarten. Die Folge: Mehr als 1,6 Millionen Kinder sind akut von lebensgefährlicher Mangelernährung bedroht. Die Familien sparen, wo es nur geht, um jeden noch so kleinen Geldbetrag für Lebensmittel aufwenden zu können. Kinder werden aus den Schulen genommen, Ärzte nicht mehr aufgesucht und Arbeitsgeräte, die für die Landwirtschaft erforderlich sind, aus der Not heraus verkauft.

Als Generalsekretär der örtlichen Caritas (OCADES) versucht Abbé Adelphe Rouamba, den Menschen beizustehen. „Die Kinder hier werden in eine Welt ohne Nahrung hineingeboren. Ihr Leid mitansehen zu müssen, ist unerträglich“, Rouamba. Mit Hilfe von Spenden will er die Lieferung von Nahrungsmitteln ermöglichen. In so genannten Getreidebanken wird zudem Saatgut für Mais und Sorghum-Hirse eingelagert, damit die Felder bald wieder bepflanzt werden können und die nächste Ernte besser ausfällt.

Unsere Westafrika-Referentin Marita Schmid hat zu der Lage in Burkina Faso DOMRADIO.DE ein ausführliches Interview gegeben. Darin findet Ihr viele weitere Informationen.

 

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