Gekocht und angebrütet

Neulich auf den Philippinen…hat uns unser langjähriger Projektpartner Pater Daniel „Danny“ Pilario in die Geheimnisse der Spezialität BALUT eingeweiht –  das sind angebrütete Enten- oder Hühnereier, die es auf den Philippinen – nicht nur an Ostern! – an jeder Straßenecke zu kaufen gibt.

Danny zeigt uns in Manila, wie ein Balut gegessen wird…

Baluts werden gekocht verkauft. Der Kunde kann wählen zwischen 14-Tage- bis 19-Tage-angebrüteten Eiern. Gegessen wird das komplette Innere des Eis, sprich Eiweiß, Eidotter und eben auch das Mini-Küken.

„Das Küken schlüpft in der Regel am 21. Tag“, erklärt uns Danny Pilario. Entsprechend hat im 19-Tage-Balut das Embryo-Küken auch schon Federn, aber auch bei den früheren Eiern sind die Tierchen samt Schnabel schon deutlich erkennbar.

Die Menschen auf den Philippinen lieben ihr Balut vor allem zum Feierabendbier. Wie es verspeist wird?! „In etwa wie ein normales gekochtes Ei auch“, sagt Danny und macht es direkt am Balut-Stand vor:

„Man schlägt es oben auf, schält die Schale im oberen Drittel ab, würzt es mit etwas Essig und Salz, schlürft die Flüssigkeit aus und dann isst man es samt gekochtem Embryo auf“. Dass das kleine Beinahe-Küken recht bissfest ist, stört Danny und seine Landsleute nicht.

…der Inhalt ist äußerst gewöhnungsbedürftig: Das Embryo-Küken wird auch verspeist…

„Woah, wie eklig“, sagen alle, denen wir zurück in Deutschland davon erzählt haben. Aber auf den Philippinen gehören die Balut-Eier zum normalen Speiseplan. Wir haben in Manila kaum jemanden getroffen, der Balut nicht mag: Unseren etwas angewiderten Blick konnten die meisten nicht nachvollziehen…

Zumal der Eierspezialität auch eine belebende Wirkung nachgesagt wird. „Viele Bauarbeiter in Manila essen ein, zwei Balut pro Tag, um wieder Kraft zu bekommen oder nach langer Arbeit wach zu bleiben. Sie sagen, das sei besser als jeder Energy-Drink“, berichtet Danny.

Wir haben das einfach mal geglaubt und es lieber nicht selber ausprobiert.

Jetzt freuen wir uns erstmal auf unsere ganz normalen Ostereier – gekocht aber bitte nicht angebrütet…. und am besten aus Schokolade!

FROHE OSTERN!

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