Hereingeflogen!

Diese röhrenartigen Konstrukte hängen in Äthiopien vielerorts in den Wipfeln der Akazienbäume. Aus Zweigen, Baumrinde und Lehm fertigen die Menschen Fallen an, um damit wilde Bienen anzulocken. Ein bisschen Honig im Inneren dient als Lockmittel.

Fotos: Jörg Böthling

Läuft alles nach Plan können nach kurzer Zeit Waben mit frischem Honig aus den künstlichen Nestern gebrochen werden. Der Ertrag dieser traditionellen Imkermethode ist allerdings eher gering: 160 Kilogramm Honig bringt sie ungefähr in einem Jahr. Für  drei bis fünf Euro kann man das Kilo weiterverkaufen. Viel zum Leben bleibt da nicht.

Markttag im Lower Omo Tal in Äthiopien: Der köstliche Honig gehört zur beliebten Handelsware.

Immer öfter werden die hölzernen Röhren daher nur noch als reine Falle genutzt, um die Insekten gleich darauf in größere, ertragreichere Kästen umzusiedeln. Mit geschätzten fünf bis zehn Millionen Bienenvölkern ist Äthiopien
einer der größten Erzeuger von Honig weltweit.

Im eigenen Land wird die süße Speise am liebsten in flüssiger Form zu sich genommen: 80 bis 90 Prozent des äthiopischen Honigs wird zu Honigwein (Tej) verarbeitet.

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