Hoffnung für Ausgestoßene

Im aktuellen missio magazin stellen unsere Kollegen ein großartiges Projekt im Norden von Indien vor, das Leprakranken ein menschenwürdiges Leben ermöglicht. Die ehemaligen Leprakranken stellen dort in Handarbeit gewebte Teppiche, Taschen und Tischdecken her.

Die Menschen sind durch die Folgen ihrer Krankheit teilweise schwer behindert und von der Gesellschaft ausgeschlossen. Um diesen Leuten eine neue Lebensperspektive zu geben, gründete die Münchner Sozialarbeiterin Agnes Kunze in den 1960er Jahren Wohnsiedlungen und Werkstätten für Leprakranke.

Bis heute leben die inzwischen meist alten Bewohner in vier Kolonien zusammen und verdienen sich durch ihre Webarbeiten einen kleinen Lebensunterhalt. „Bei unserem letzten Besuch spürten wir allerdings die Sorge der Menschen über die Zukunft ihrer Leprakolonien und die Angst über eine ungesicherte Versorgung im Alter“, sagt Rudolf Hogger, der den Vertrieb der in den Leprakolonien hergestellten Produkte nach Deutschland organisiert.

„Da die Lepraerkrankungen in Indien weiter zurückgehen und die zusammenlebenden Leprösen immer älter werden, wird unsere Aufgabe zukünftig vor allem sein, diesen Menschen durch Spenden weiterhin ein würdevolles Leben zu ermöglichen.“

Die Spendengelder für das Projekt K.K.M. (Kurukshetra Mandal) werden von missio München verwaltet. Weitere Infos über das Projekt und den Vertrieb der hergestellten Produkte findet Ihr unter www.indianhandweaving.de.

 

Bis nächste Woche,
Euer Team von missio for life

Fotos: KMM

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