Hühnerhaus statt Supermarkt

Eigentlich sollte in dem dreistöckigen Gebäude, das an einer Hauptstraße im nepalesischen Tandi liegt, ein großer Supermarkt entstehen.

Doch statt Kunden tummeln sich nun etwa 3000 Hühner in dem Haus. Als der Bau für das Einkaufscenter vor drei Jahren nicht mehr weiterging, witterte
Bhaskar Kathiwada die Chance für sein eigenes Geschäft. Der junge Mann gibt die Hühnereier an Aufzuchtbetriebe, die Hühner selbst verkauft er auf dem Markt.

Bhaskar Kathiwada (links) vor seinem Hühnerhaus.

Weil Kathiwada aber keine Jungtiere hat und tendenziell ein Überangebot herrscht, bekommt er seine Hühner oft nicht los. Legen sie noch dazu keine Eier mehr, sind sie für den Jungunternehmer unbrauchbar und werden getötet.

Doch die schwierigste Arbeit, da sind sich alle fünf Mitarbeiter einig, ist das Putzen: Jeden Tag aufs Neue müssen die Stockwerke von Hühnerkot befreit werden. Die Besitzerin des Gebäudes wohnt direkt nebenan und erlaubt die Zwischennutzung – Jedenfalls solange bis die Bauarbeiten wieder aufgenommen werden. Denn irgendwann soll der Supermarkt noch kommen…

FOTOS: JÖRG BÖTHLING

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