„Keine Tradition kann diese Grausamkeit rechtfertigen“

Heute ist der Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung. Wir bei missio setzen uns mit unserer Arbeit in Afrika und Asien gegen diesen menschenverachtenden Eingriff ein.

Die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung ist nicht nur extrem gesundheitsgefährdend, sondern nimmt den betroffenen Mädchen und Frauen auch ihre Würde als Mensch. Keine Tradition kann diesen grausamen Akt rechtfertigen„, hat unser Präsident Monsignore Wolfgang Huber dazu betont.

Rund 200 Millionen Mädchen und Frauen sind laut Weltgesundheitsorganisation beschnitten. Besonders in Afrika, im Nahen Osten und in Südostasien ist die Tradition verwurzelt. „Doch es gibt auch Hoffnung“, sagt der missio-Präsident mit Blick auf den Nordirak. So will jüngsten Medienberichten zufolge die kurdische Regionalregierung gemeinsam mit dem UN-Bevölkerungsfonds die Beschneidungsrate in den nächsten fünf bis zehn Jahren auf null senken. Obwohl weibliche Genitalverstümmelung in der kurdischen Region seit 2011 unter Strafe steht, ist es vor allem breit angelegten Aufklärungsprogrammen zu verdanken, dass die Anzahl der Beschneidungen in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist.

„Die Entwicklung im Nordirak zeigt uns, dass es sich lohnt, immer und immer wieder über die Gefahren dieser Praxis aufzuklären und Menschen zum Umdenken zu bewegen – auch wenn dies oft ein langer und mühevoller Weg ist“, betont der missio-Präsident.

Wir von missio München unterstützen den weltweiten Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung. Zum Beispiel im Norden Tansanias, wo die katholische Kirche ein Schutzzentrum für Mädchen errichtet hat, die vor der Beschneidung fliehen:

Unsere Projektpartnerin Regina Andrea Mukama – von allen nur „Mama Regina“ genannt – stellt in Musoma, am Ostufer des Viktoriasees, dem Kampf gegen die weibliche Beschneidung und anderer gesellschaftlicher Traditionen, die Mädchen und Frauen unterdrücken.

Wir lesen uns wieder in der nächsten Woche!

Euer Team von missio for life

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