Letzter Ausweg Prostitution

missio-for-life-Projekt hilft Frauen und Mädchen aus dem Kreislauf von Gewalt und Ausbeutung

Prostitution und sexueller Missbrauch von Frauen und Kindern sind auf den Philippinen ein immenses Problem. Laut einer offiziellen Statistik sind 2,4 Millionen Frauen und Mädchen auf den Philippinen in der Sexindustrie tätig – die meisten im Alter zwischen 13 und 20 Jahren. Der philippinische Sex-Markt gilt als der größte in Südostasien.

Vor allem amerikanische Militärbasen wurden während des Korea- und des Vietnamkriegs zu Zentren des Sextourismus. Heute bedient die Sexindustrie an diesen Orten vor allem Touristen. Seit Beginn der 1970er Jahre fördert die philippinische Regierung die Entwicklung des Landes als Urlaubziel – und nimmt dabei auch den Sextourismus stillschweigend in Kauf.

Durch den verheerenden Taifun Hayan vor eineinhalb Jahren hat sich die Problematik noch einmal verschärft. Viele Familien haben durch die Katastrophe im November 2013 ihre Existenzgrundlage verloren. Oft sehen sie in der Prostitution ihrer Frauen und Kinder den einzigen Weg, wenigstens etwas Geld zum Überleben zu verdienen. Die Sex- und Pornoindustrie nutzt die Notlagen schamlos aus.

Der Kinderrechtsorganisation Terre des Hommes zufolge werden auf den Philippinen auf der Straße, in Bordellen oder im Internet Zehntausende Kinder sexuell missbraucht. Oft sind es Familienmitglieder oder Nachbarn, die Mädchen mit dem Versprechen eines Jobs im Restaurant oder Hotel in die Stadt locken und damit eine Vermittlungsgebühr verdienen.

Um Frauen und Mädchen in solchen Notsituationen zu helfen, haben die Ordensschwestern vom Guten Hirten in der Erzdiözese Cáceres das Hablondawani-Zentrum ins Leben gerufen. In das Zentrum kommen Mädchen und Frauen mit unterschiedlichen persönlichen, familiären und sozialen Problemen. Ein Großteil von ihnen wurde Opfer sexueller Gewalt und Ausbeutung.

Die Frauen und Mädchen finden im Hablondawani-Zentrum einen Zufluchtsort, außerdem werden verschiedene Therapie-, Beratungs- und Rehabilitationsprogramme sowie Möglichkeiten zur Schul- und Berufsausbildung sowie Rechtsbeistand angeboten. Darüber hinaus wird den Frauen durch Kleinkredite geholfen, sich eine neue Existenz aufzubauen.

Ziel ist es, den Kreislauf der Sexindustrie zu durchbrechen und für nachkommende Generationen eine solche Situation erst gar nicht entstehen zu lassen.

missio for life unterstützt das Projekt der Schwestern vom Guten Hirten. Mehr Informationen erhalten Sie auf unseren Philippinen-Seiten.

Hablondawani Zentrum © missio
Hablondawani Zentrum © missio
Hablandawani Zentrum / Unterricht © missio
Hablandawani Zentrum / Unterricht © missio
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