Mindanao: Neuanfang mit Land und Mikrokrediten

Stiftung hilft dem Volk der Subanen neu anzufangen

Mit 40 000 Euro unterstützt die „BIB Fair Banking Stiftung“, eine Einrichtung der Bank im Bistum Essen (BIB), die indigene Bevölkerungsgruppe der Subanen auf der philippinischen Insel Mindanao. Viele Familien im Gebiet um Josefina haben ihr Land durch Bauprojekte der Regierung verloren. Die katholische Kirche stellte den Vertriebenen daraufhin mehrere Hektar Land zur Verfügung. Nun soll dort eine Farm aufgebaut werden, auf der die Menschen in ökologischer Landwirtschaft ausgebildet werden.

Angehörige der indigenen Gruppe der Subanen auf der phlippinischen Insel Mindanao © missio

Zusätzlich erhalten die etwa 100 Familien Mikrokredite, um eigene Geschäftszweige, wie traditionelle Schmuck- und Kunsthandwerksbetriebe, gründen zu können. Es entsteht eine kleine Klinik, ein Kräutergarten, eine Kinderbetreuung und eine Halle für Versammlungen. „Das ganze Projekt beruht auf dem Prinzip der Solidarität. Alle erwirtschafteten Gewinne werden geteilt. Im Notfall fängt einen die Gemeinschaft also auf“, sagt der Franziskanerbruder Dennis Tayo, der das Farm-Projekt initiiert hat.

 

Mikrokredite als Instrument der Entwicklungszusammenarbeit

Das Konzept hat auch die „BIB Fair Banking Stiftung“ überzeugt, die sich schon seit über zehn Jahren mit dem Thema Mikrofinanzierung beschäftigt und weltweit kleine Betriebe fördert. „Wir sehen Mikrokredite als ein Instrument der Entwicklungszusammenarbeit und der Armutsbekämpfung“, sagt Heinz-Peter Heidrich, Sprecher des Vorstands der BIB. „Ich wüsste nicht, was besser zu einer katholischen Bank passen könnte.“ Ethische und ökologische Gesichtspunkte seien die Grundlage der Bank im Bistum Essen. Andernfalls hätte eine Bank, die mit Kirchen und kirchlichen Einrichtungen kooperiert, auch keine Existenzberechtigung.

Auf dem Land der Subanen soll eine Farm gebaut werden und dank Mikrokrediten ein reges Geschäftsleben entstehen © missio

Heidrich, der in Essen auch als Honorargeneralkonsul für die Philippinen tätig ist, hat zu dem Land eine besondere Beziehung. Im Februar war er mit missio vor Ort und traf Bruder Dennis Tayo in der Hauptstadt Manila. Ende des Jahreswill er gemeinsam mit dem Hilfswerk noch einmal auf den Inselstaat: Dann will er die Farm und vor allem die Subanen besuchen – die sich dann vielleicht schon ein neues Leben aufbauen konnten.

Text: Steffi Seyferth (Redakteurin missio Magazin)

 

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