missio for life – ein Blogbeitrag aus Schülerperspektive

Dienstagmorgen. 7:48 Uhr. Gymnasium Königsbrunn. „Heute soll ein Workshop zum Thema soziale Probleme in der Welt sein? Was wird uns da wohl erwarten?“ Die ersten neugierigen Achtklässler und Achtklässlerinnen erkennen durch die Glastüren eine futuristisch anmutende Konstruktion in der Aula der Schule. Sie begutachten die drei verschiedenen dreieckigen Elemente, die z. B. mit bunten Grafiken, einem Stadtplan oder einer Küche versehen sind. „Was das wohl mit dem Thema von heute zu tun hat?“ „Vieles!“ – davon werden die Schüler am Ende ihres 90-minütigen Besuchs überzeugt sein.

 

Die Ausstellung missio for life von oben. © missio

 

Wie’s funktioniert

Drei Schüler helfen Mercedes, den Weg zur Polizei zu finden. © missio

Doch was passiert eigentlich genau bei missio for life? Nach einer kurzen Einführung von einem missio-Mitarbeiter beginnt der Rundgang. Die Schülerinnen und Schüler teilen sich dazu in Kleingruppen auf, jede Gruppe bekommt ein iPad, das mit einem Computer als Zentrale drahtlos verbunden ist, und wartet auf das Startsignal. Vom iPad aus wird jedes von den bis zu neun Teams der Reihe nach zu einem der drei  Module geschickt, von denen jedes eine Figur, entweder Paulo, Renu oder Mercedes vorstellt. Sie alle sind durch politische, kulturelle oder familiäre Umstände in Not geraten ist. Mit einem spannenden Animationsfilm am Anfang wird auf die Situation des jeweiligen Charakters aufmerksam gemacht. Darauf folgen zwei  Lernspiele durch die man in die Welt der Figuren eintaucht und ihre Situationen  nachvollziehen kann. Als Mercedes ist man gezwungen, den schnellsten Weg zu einem sicheren Ort zu finden. In der Rolle des philippinischen Müllsammlers Paulo sucht das Team nach wertvollen Gütern in einem sogenannten Fühlkasten, die danach durch Einscannen von QR-Codes mit dem Tablet von dem anderen Teammitglied gesammelt werden.  Als Renu, einer junge Frau aus Indien, muss man der Schwiegermutter Lammcurry durch Einscannen der Zutaten in der richtigen Reihenfolge zubereiten, um zu beweisen, dass man eine gute Ehefrau ist. Am Schluss entsteht ein Dialog zwischen der Figur und einer anderen Person, der durch das Anklicken von Schaltflächen auf dem Tablet aktiv mitgestaltet werden kann und auch den Ausgang der wahren Geschichten von den drei fiktiven Charakteren übermittelt.

 

Wie’s mir gefällt

Schüler kochen indisches Lammcurry mit Renu. © missio

Auch ich selber durfte bereits im Rahmen meines Schülerpraktikums bei missio München an der interaktiven Ausstellung für Jugendliche ab der 8. Klasse teilnehmen. Vom Konzept haben mich sofort das erste Gesamtbild und das Design der bedruckten dreieckigen Elemente überzeugt, das jugendgerecht umgesetzt worden ist. Außerdem werden die spielerisch aufbereiteten aktuellen Themen über das interaktive System jedem einzelnen Spieler über Jahre im Gedächtnis bleiben. Wie bekannt ist, regt das nahezu perfekte Hineinversetzen in eine andere Rolle besonders zum Nachdenken an. Durch die Ausstattung mit iPads werden die Schüler und Schülerinnen natürlich besonders motiviert, mit denen sie immer aktiv arbeiten müssen und auch das ein oder andere Mal die Initiative ergreifen können. Die Motivation wird außerdem durch das Sammeln von Punkten bei den verschiedenen Spielen gestärkt, wodurch ein Wettbewerb entsteht. Vor der Ausstellung war ich ferner etwas skeptisch, ob wirklich alle Schülerinnen und Schüler aus einer Gruppe aktiv beteiligt sein können, wenn nur ein Tablet für vier Schüler zur Verfügung steht. Während dem Rundgang habe ich aber gemerkt, dass die Spiele so konzipiert sind, dass immer mehrere Personen notwendig sind. Außer dem Erreichen von globalen Lernerfahrungen werden in den Teams zudem auch soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, interkulturelle Kompetenz oder Empathie angeregt. Insgesamt ist missio for life ein geniales, zeitgemäßes und fortschrittliches Lernerlebnis!

 

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