Parlamentswahlen in Indien

Modi oder Gandhi?! Morgen, am 11. April, beginnen in Indien die Parlamentswahlen. Stimmberechtigt sind rund 900 Millionen Inder – Es heißt, es handle sich aufgrund des hohen Bevölkerungswachstums in Indien um die größte demokratische Wahl aller Zeiten. Sechs Wochen soll die Wahl dauern. Für den 23. Mai ist die Bekanntgabe der Ergebnisse geplant.

Als Favorit gilt der amtierende Premierminister Narendra Modi von der hindu-nationalistischen Partei BJP. Sein Herausforderer ist Rahul Ghandi von der Kongress-Partei. Er verspricht der armen Bevölkerung mehr soziale Gerechtigkeit und will im Falle seines Sieges rund 50 Millionen arme Familien in indien mit einem Grundeinkommen von umgerechnet etwa 900 Euro im Jahr versorgen.

Äußerst beunruhigend ist, dass in Indien die Unterdrückung von religiösen Minderheiten ständig zunimmt. „Besonders Christen und Muslime werden immer wieder zur Zielscheibe von Angriffen“, sagt missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber, der das Land im Februar bereist hat.

Ende März wurde eine katholische Schule der „Little Flower Society“ im Bundesstaat Tamil Nadu von etwa 200 radikalen Hindus gestürmt und verwüstet. Vier Ordensfrauen wurden verletzt, als die Angreifer versuchten, sie mit Rosenkränzen zu erwürgen. „Mit ihrer nationalistischen Agenda schafft die Regierungspartei ein Klima des Hasses, das solche grausamen Taten ermöglicht. Dabei sollte die Führung eines Landes die Rechte von Minderheiten schützen“, betont Huber.

Die indische Bischofskonferenz hat es vermieden, sich im Vorfeld der Wahlen zugunsten einer be­stimmten politischen Partei zu positionieren. In ihrem Hirtenbrief betonten die Bischöfe jedoch, dass trotz einiger wirtschaftlicher Erfolge die Bilanz der bisherigen Regierung eher durch­wachsen ausfällt: „Die große Kluft zwischen den Reichen und den Armen scheint sich zu ver­größern. Viele Gelegenheitsarbeiter und Tagelöhner sind kaum in der Lage, von ihrem Ein­kommen zu leben. Bauern und Beschäftigte im Agrarsektor stehen unter großem Druck.“

Indien wird seit 2014 von der hindunationalistischen Partei BJP regiert.
Die Region Nordostindien wird dieses Jahr im Oktober im Mittelpunkt der Aktionen zum Monat der Weltmission stehen.

Einen ausführlichen und guten Überblick über die Parlamentswahlen in Indien erhaltet Ihr hier>>

Es grüßt Euch herzlich Euer Team von missio for life


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