PREDA-Gründer Shay Cullen spielt missio for life

Knapp 3 Monate ist es her, dass eine missio-Delegation auf die Philippinen gereist ist, um Projektpartner von missio München zu besuchen. Eine besondere Station auf der Reise war der Besuch in Olongapo bei Pater Shay Cullen. Der 74-jährige Gründer der Kinderschutzorganisation PREDA (People’s Recovery, Empowerment and Development Assistance) war bereits zweimal für den Friedensnobelpreis nominiert und wurde erst kürzlich in Eichstätt mit dem Shalom-Preis 2017 ausgezeichnet. PREDA setzt sich für die Rechte von Kindern ein und geht auf den Philippinen gegen Ausbeutung, Zwangsprostitution, Kinderhandel und Sextourismus vor. Dabei sind Sozialarbeiter in den dortigen Gefängnissen unterwegs und versuchen nicht strafmündige Kinder freizubekommen. In den PREDA-Zentren werden die Mädchen und Jungen dann versorgt, psychologisch betreut und gehen zur Schule, um in ein selbstbestimmtes Leben starten zu können.

 

Dem PREDA-Projekt ist auch die Vorlage unserer missio-for-life-Geschichte von Paulo entlehnt. Missio for life zeichnet die Geschichte des Straßenkindes Paulo, der auf den Müllbergen von Manila sein Überleben sichern muss indem er Rohstoffe aus dem stinkenden Unrat sucht und verkauft. Leider kann das miserable Einkommen seine Existenzgrundlage nicht absichern. Und so rutscht Paulo in die Kriminalität ab, die ihn letztendlich ins Gefängnis bringt. Das Bildungsprojekt von missio München beleuchtet Hintergründe zu den Schicksalen der Straßenkinder auf den Philippinen und lädt dazu ein, das Schicksal der jungen Menschen verstehen zu lernen. Darüber hinaus bietet es Schülerinnen und Schülern, die an diesem Projekt teilnehmen, die Gelegenheit, mit einer Postkarte eine reale Brücke zu den Kindern und Jugendlichen auf den Philippinen zu bauen. Bei dem Besuch der missio-Delegation wurden diese dann auch feierlich übergeben.

 

 

Jetzt ist Pater Shay Cullen selbst zu einem Gegenbesuch nach München zu uns ins Haus der Weltkirche gekommen. Und zum ersten Mal bot sich dabei die Gelegenheit, ihn selbst das spielen zu lassen, wofür er als Projektpartner die Vorlage gegeben hat. Pater Shay schnappte sich voller Vorfreude eines der Tablets und spielte die Geschichte des Jungen Paulo in Manila durch. Sein Fazit: „Absolut faszinierend und authentisch! Auf diese Art kann man Schüler für wichtige Themen gewinnen.“ Das löste natürlich auch beim missio-for-life-Team große Freude aus, denn seine Begeisterung ist ein Ritterschlag für die Arbeit unseres Teams.

 

 

Gleichzeitig zeigte sich Pater Shay aber auch besorgt. Er stellte die Wichtigkeit des missio-for-life-Projektes heraus, mit der auf die Situation auf den Philippinen aufmerksam gemacht wird. Die Thematik ist aktueller denn je. Denn die Rechte von Kindern und Jugendlichen auf den Philippinen seien mehr als zuvor in Gefahr. Das Internet bringe als Plattform für Kinderhandel und Zwangsprostitution völlig neue Dimensionen in den Kampf von PREDA gegen Missbrauch. „Wir haben auf den Philippinen Gesetze zum Schutz von Kindern – aber niemand achtet sie, selbst die Regierung nicht. missio unterstützt uns hier sehr,“ betonte Cullen.

 

Abonniert hier >> gerne unseren Blog!

 

Facebooktwittergoogle_plusmail
Facebooktwittergoogle_plusrssyoutube