Spur des Terrors

Nahezu unbeachtet von der Weltöffentlichkeit herrschte im vergangenen Jahr Krieg auf der philippinischen Insel Mindanao.

Der Fotograf Fritz Stark im zerstörten Zentrum von Marawi.

Kämpfer des Islamischen Staates hatten am 23. Mai 2017 die Stadt Marawi belagert und in ihre Gewalt gebracht – das Militär schlug zurück. Fünf Monate dauerten die Luftangriffe und Straßenschlachten. Hunderte Christen wurden als Geiseln genommen, viele von ihnen getötet. Die Überlebenden können das Grauen nicht vergessen…

Gemeinsam mit dem Fotografen Fritz Stark bin ich im Februar nach Mindanao gereist, um jetzt im aktuellen missio magazin über die Lage in Marawi zu berichten. Die Innenstadt der 200 000-Einwohner wurde während des Krieges im vergangenen Jahr komplett zerbombt. Auch Monate nach Ende des Konflikts leben noch immer Zehntausende in notdürftig aufgestellten Flüchtlingscamps.

Flüchtlingscamp in Marawi.                                                                                  Foto: missio/Friedrich Stark
Jaylord Montesa                   Foto: Friedrich Stark

 

 

Bei der Hilfsorganisation Duyog Marawi, einem interreligiösen Dialogprojekt, das noch während des Krieges im August 2017 von Kirchenleuten gegründet wurde und den Frieden in die Region zurückbringen will, habe ich Jaylord Montesa getroffen.

Der 23-Jährige war während des Krieges in Marawi 58 Tage lang Gefangener des IS. Er musste als Geisel mitansehen, wie Mitgefangene exekutiert wurden, musste Gräber für die toten Kameraden schaufeln und wurde gezwungen, bei Straßenschlachten in vorderster Front gegen das philippinische Militär zu kämpfen.

Duyog Marawi kümmert sich jetzt um Menschen wie Jaylord. Ein Team an ehrenamtlichen Psychologen steht ihm und den anderen Überlebenden zur Seite. Wie es zu dem furchtbaren Krieg in Marawi kam, was Jaylord erleben musste und wie es für die Menschen in der zerstörten Stadt weitergeht, das könnt Ihr hier im aktuellen missio magazin lesen:

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Bis zur nächsten Woche

Antje Pöhner

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