Trostlosigkeit im „Hotel des Friedens“

Eigentlich wollten wir ja Zuversicht verbreiten im ersten Post des neuen Jahres … aber dann ist uns im aktuellen missio magazin dieses Foto und seine Geschichte aufgefallen:

Foto: Jörg Böthling

Unser Kollege vom missio magazin, Christian Selbherr, und unser Fotograf Jörg Böthling haben das „Hotel de la Paix“ auf einer Reportagereise im vergangenen Jahr am Strand von Togos Hauptstadt Lomé entdeckt. Nur noch die Pferde sind in dem einstmals so schicken Haus noch zu Gast, das Ende der 1970er-Jahre im damals modernen Stil erbaut wurde und zu einem Zentrum des Tourismus an der westafrikanischen Atlantikküste werden sollte.

Eine Weile kamen auch viele Gäste. Sie ließen es sich am Swimming Pool gutgehen, spielten Tennis oder Minigolf, machten einen Termin beim Friseur im Untergeschoss aus. Doch 2005 war damit Schluss.

Der langjährige Machthaber Gnassingbé Eyadema war gestorben, es
kam zu Ausschreitungen im ganzen Land. Auch das Hotel wurde
besetzt und geplündert. Bis heute fordern die damaligen Angestellten
eine Entschädigung für noch nicht bezahlte Löhne.

Der Betonkomplex, der einmal ihr Arbeitsplatz war, verfällt immer
mehr. Letzte verbliebene Touristenattraktion im „Hotel des
Friedens“
sind die Pferde, die man sich mieten kann, um einen
kleinen Ritt am Strand zu unternehmen.

…der nächste Post wird wieder hoffnungsvoller :-)… Versprochen!

Euer Team von missio for life

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