Unlimited rice und kein Besteck – Mein Ausflug nach CEBU

Hey Leute, endlich melde ich mich mit einem neuen Erfahrungsbericht von den Philippinen. Heute gehts um meinen Tanz-Einsatz vor ein paar Wochen auf der Nachbarinsel CEBU ….aber der Reihe nach:

Tanzen für Schwester Mabel!

Dancing steht in diesen Tagen in meinem Heimatdörfchen Malihao auf dem Programm: Warum? Wir haben einen Tanzauftritt in CEBU – einer anderen Insel! In diesem Jahr versammeln sich die salesianischen Communities rund um Cebu vor Ort für den Graditude day (Dankbarkeitstag) für Schwester Mabel, die Koordinatorin aller philippinischen salesianischen Schwestern. So setzt auch eine ausgewählte kleine Gruppe aus Malihao (einige wenige Schüler, die Schwestern und ich) nach einer längeren Jeepfahrt mit der Fähre auf die nahe Insel über. Für meine beiden Banknachbarn ist es die erste Fahrt auf einem Schiff und reinstes Abenteuer; wie die anschließende Weiterfahrt zur Don Bosco School durch eine Idylle aus Palmen, bunten Häuschen und imposanten Bergketten im Hintergrund.

Am nächsten Tag ist es dann schließlich so weit: Wir feiern einen langen und festlichen Gottesdienst mit Chor und Orchester und kehren in einem noblen Speisesaal zum üppigen Buffet ein. Auf der Bühne wird für Schwester Mabel gesungen und getanzt- we are pilgrims“ heißt der abschließende Communitydance. Es ist ein mächtiges Gefühl, wenn alle von ihren Stühlen aufstehen und zu tanzen beginnen – gemeinsam – dankbar!

Wie kann man den Nachmittag auf einer unbekannten Insel besser nutzen als durch: SIGHTSEEING?! Eine Schwester führt uns zu berühmten Monumenten (Magellans Kreuz – er soll die Philippinen an diesem Ort entdeckt haben), durch Museen und riesige Malls. Zum krönenden Abschluss genießen wir zusammen ein Dinner in einem ganz besonderen Shop: unlimited rice und kein Besteck – während sich die ganze Gruppe gierig über das Essen hermacht, verbrenne ich mir eher die Finger… Aber was pflegt mein Opa immer so schön zu sagen: „Übung macht den Meister!“

Während für alle anderen das Cebu-Abenteuer an diesem Tag zu Ende geht, wartet auf mich noch ein weiterer Höhepunkt meiner Reise… denn ich besuche zwei deutsche Freundinnen in ihrem Projekt und erlebe vier weitere wundervolle Tage in Cebu!

Treffen mit Gleichgesinnten!

 

 

 

Inwieweit wundervoll? Endlich kann ich mich mit Gleichgesinnten austauschen und reflektieren! Außerdem bekomme ich Einblick in ihr Projekt! Eine Waldorfschule mit Kindergarten, in der sich beide um die Taddler (Kinder von 0-3 Jahren) kümmern.

Auch ich habe für die wenigen Tage vormittags einen festen Stundenplan: in der Früh Räume dekorieren helfen, morgens mit den Taddlern outdoor playing, break, vormittags mit den älteren Kindern zwischen 3 und 5 Jahren outdoor playing, mittags indoor story listening, Lunch mit den Kindern und Lehrern. Die Nachmittage verlaufen unterschiedlich: streetchildren project (Saft und Brote an Straßenkinder verteilen), koreanischer Motto-Abend mit den Steiler Schwestern (Messe mit typischen, traditionellen Liedern und koreanischem Dinner), Führung durch das Healthcenter (Gesundheitszentrum mit Naturheilverfahren) und anschließende  Essenspause (Kokosnusssaft und Apfelringe).

Einen Abend verbringe ich mit einer Freundin auf der Terrasse eines Restaurants. Blick auf den Ozean bei Vollmond. Lifemusik von einer Band. Leche Flan: Welch ein Genuss! Auch die selbstgemachten Lumpia und Fishballs zur Feier des letzten, gemeinsamen abends sind nicht übel und runden ereignisreiche Tage in Cebu ab.

Feststellungen: Eins: Die Kinder auf der Waldorfschule kommen alle aus reicheren Familien und wachsen schon mit der englischen Sprache auf, während meine Schüler aus sehr armen Verhältnissen stammen und im jungen Alter keine Möglichkeit hatten, sich die englische Sprache intensiv anzueignen. Zwei: Hier in der Großstadt Cebu sind Tage und Nächte viel heißer. Die Infrastruktur ist besser als in Malihao. Das Leben ist eleganter, reicher, städtischer. Drei: In Malihao bin ich die einzige ausländische Volontärin und tiefer drin im Leben (und Essen) der Philippinas. Nach drei Tagen Nutellatoast zum Frühstück vermisse ich „meinen“ Reis.

Fazit: Die Zeit in Cebu war für mich sehr wertvoll. Ich konnte in ein anderes Lebensumfeld reinschnuppern und meinen Einsatz aus einer neuen Perspektive betrachten. Natürlich werde ich die begeisterten Kindergesichter bei der Schatzsuche, den Jungen, den ich beim „Fruitcatching“ durch die Luft wirble (er ist eine „Banana“), die gastfreundlichen, internationalen Steiler Schwestern und vor allem meine deutschen Freunde vermissen. Gleichzeitig habe ich aber auch schon wieder „Heimweh“ nach meiner „salesianische Familie“ in Malihao und fliege nach den intensiven Tagen in Cebu frohen Mutes zurück.

Sara Straub aus einem kleinen Dörfchen namens Malihao auf den Philippinen

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