Unterwegs in Nordostindien

Gerade noch haben wir uns bei missio München um den Weltmissionsmonat 2018 mit unserem Schwerpunktland Äthiopien gekümmert, da laufen schon die Vorbereitungen für den Monat der Weltmission 2019 im kommenden Oktober. In diesem von Papst Franziskus ausgerufenen Außerordentlichen Monat der Weltmission steht in diesem Jahr die Region Nordostindien im Fokus.

Aus diesem Grund hat sich im Februar eine kleine Abordnung von missio München und aus der Erzdiözese Bamberg (die zentralen Festlichkeiten zum Weltmissionsmonat finden in diesem Jahr im Erzbistum Bamberg statt) auf den Weg zu unseren missio-Projektpartnern in den Nordosten Indiens gemacht – allen voran Bambergs Erzbischof Ludwig Schick und missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber.

Kennzeichnend für die Region Nordostindien sind die unterschiedlichen ethnischen Gruppen. Indigene Stämme wie Khasi, Garo, Santhal und Boro tragen neben Einwanderern aus den Nachbarländern Bangladesch und Bhutan sowie dem restlichen Indien zu einer kulturellen und sprachlichen Vielfalt bei. Daraus erwachsen jedoch immer wieder gewaltvolle politische Konflikte.

„Wir spüren hier vor Ort, wie lebendig die Kirche ist. Unsere Projektpartner setzen sich für den Frieden zwischen verfeindeten Volksgruppen ein. Sie kümmern sich um benachteiligte Frauen und bemühen sich um bessere Lebensbedingungen sowie um Umweltschutz und die Bewahrung der Schöpfung“, betonte unser Präsident während seines Besuchs in Guwahati im Bundesstaat Assam.

Bambergs Erzbischof Schick würdigte ebenfalls die Leistung der katholischen Kirche in Nordostindien zur Integration und Bewahrung des Friedens von unterschiedlichen Volksgruppen. Er sagte, dass die Kulturen in ihrer Vielfalt erhalten werden müssten. Sie seien ein großer Reichtum für unsere Welt. Gleichzeitig gelte aber: „In unserer globalisierten Welt können wir viele Probleme nur gemeinsam lösen. Erderwärmung und Klimawandel etwa kennen keine Landesgrenzen. Ebenso ist die weltweite Migration nur international zu steuern. Derartige Aufgaben werden wir nur miteinander lösen. Die katholische Kirche als der älteste und größte Global Player ist dazu besonders befähigt und dabei gefordert“.

Unter den rund 46 Millionen Einwohnern Nordostindiens leben etwa 7,8 Millionen Christen. In Folge einer starken missionarischen Bewegung Ende des 19. Jahrhunderts gehören die Christen mehrheitlich der indigenen Bevölkerung an. In einigen Bundesstaaten Nordostindiens bekennen sich mehr als 90 Prozent der Bewohner zum Christentum.

Weitere Fotos von der Delegationsreise findet Ihr in unserem missio-Facebook-Album missio-Delegationsreise nach Nordostindien.

Es grüßt Euch herzlich Euer Team von missio for life!



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