Was haben Kuba und Burkina Faso gemeinsam?

Dieses Video verrät es!

Haben Sie es schon herausgefunden oder brauchen Sie einen kleinen Tipp?

Der erste Hinweis versteckt sich im Inhalt, der zweite in der Urheberschaft des Liedes. Na?!

 

1. Tipp: Auszug aus der Nationalhymne

„Aber die Enttäuschungen, die Erfolge, der Schweiß, das Blut

Diese Schulmädchen aus Burkina Faso singen anlässlich des Baubeginns ihres Gymnasiums die burkinische Nationalhymne.

haben unsere mutigen Menschen gekräftigt und sie in ihrem heroischen Kampf bestärkt. […]

Eine einzige Nacht hat unser Volk vereinigt

mit allen Völkern der Erde

auf der Suche nach Freiheit und Fortschritt,

Vaterland oder Tod, wir werden siegen.“

In der Hymne „Le Ditanyè“ geht es also darum, dass das gesamte Volk sich zusammenschließen soll, um gegen Unterdrückung und für das Vaterland zu kämpfen.

Haben Sie die Gemeinsamkeit schon erkannt?

 

Dann kommt hier der 2. Tipp:

Für viele afrikanische Jugendliche ein Vorbild: Thomas Sankara

Der Autor der Nationalhymne heißt Thomas Sankara. Er war von 1983 bis zu seiner Ermordung 1987 Präsident von Burkina Faso und gab dem Land seinen heutigen Namen inklusive der Hymne. Mit der Umbenennung Obervoltas wollte der charismatische linksgerichtete Offizier einen endgültigen Schlussstrich unter die Fremdherrschaft setzen, da dieser Name noch aus der französischen Kolonialzeit stammte. Ein besonders Anliegen war ihm die Konzentration auf nationale und panafrikanische Stärken. Unter dem Motto „Auf die eigene Kraft vertrauen“ motivierte er die Bevölkerung dazu, sich gegenseitig im Kampf gegen Korruption und für Unabhängigkeit zu unterstützen – zum Beispiel durch lokalen Konsum. Bei der Umgestaltung des Landes zu einem sozialistischem Staat mit planwirtschaftlichen Strukturen nahm er die Führungsriege inklusive sich selbst nicht aus. Dennoch wurde immer wieder Kritik an seinen Ideen und Vorgehen laut.

Unumstritten hingegen ist seine anhaltende Popularität und Beliebtheit bei den afrikanischen Jugendlichen. Sie bezeichnen Thomas Sankara, dessen Devise lautete „Vaterland oder Tod, wir werden siegen!“ („La Patrie ou la Mort, nous vaincrons“), als Che Guevara Afrikas und tragen stolz dessen Konterfei. Damit hat nicht nur Kuba, sondern auch Burkina Faso seinen eigenen sozialistischen Revolutionär.

Hätten Sie es gewusst?

 

Sie wollen mehr über Thomas Sankara oder Burkina Faso erfahren? Hier zwei Veranstaltungs-Tipps:

  • Zu Besuch in Deutschland: Im Oktober 2017 werden fünf Burkinabe für missio im Rahmen des Weltmissionsmonats in Bayern unterwegs sein, um von ihrem Land und ihren Projekten zu berichten. Mit dabei ist auch Jacob Lompo, der u.a. für den Bau des Mädchengymnasiums zuständig ist, anlässlich dessen Grundsteinlegung die Nationalhymne gesungen wurde. Unsere Gäste kommen auch gerne in Ihre Schule oder Pfarrei!

    Jacob Lompo (links) bei der Grundsteinlegung eines Mädchengymnasiums in Burkina Faso. Der Projektverantwortliche ist im Oktober 2017 zu Gast in Deutschland.

Video und Fotos: Marita Schmid (missio)

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