Zuhause im Nirgendwo

18 Jahre alt ist Marc Kapello Lopoe. Er hat sich vor ein paar Monaten vor dem Krieg in seinem Heimatland Südsudan ins benachbarte Kenia geflüchtet.

Der 18 Jahre alte Marc Kapello Lopoe wartet in Nairobi auf die Anpassung seiner Prothese.

Wegen einer Schussverletzung, die er als Kind erlittten hat, fehlt ihm ein Bein. Als ihn missio-magazin-Chefredakteurin Barbara Brustlein bei einer Recherchereise durch Kenia trifft, wartet er in einer Spezialwerkstatt in Nairobi gerade auf die Anpassung seiner Prothese.

Neues Zuhause KAKUMA

Bisher war Marc auf seine Krücken angewiesen. „An die Krücken habe ich mich eigentlich gewöhnt“, sagt der 18-Jährige. Schließlich hätten sie ihn vom Südsudan bis nach Kenia ins Flüchtlingslager Kakuma gebracht. KAKUMA – das Flüchtlingslager im Norden Kenias, in das Marc wenige Tage nach der Anpassung seiner Prothese wieder aufbricht.

Die Werkstatt in Nairobi, in der Marcs Prothese gefertigt wird.

Vier Tage braucht er von Kenias Hauptstadt in das Flüchtlingslager, das zu seinem neuen Zuhause geworden ist. Mehrfach bleibt er mit dem Bus auf der Strecke liegen, muss mit den anderen Insassen im Straßengraben übernachten. Doch all das und auch das überfüllte Flüchtlingslager Kukuma sind besser, als der Krieg und die Grausamkeiten im Südsudan.

Fast 200.000 Menschen leben im „Nirgendwo“

KAKUMA ist in diesen Wochen wieder Anlaufstelle für Zehntausende Südsudanesen wie Marc, die die Gewalt aus ihrem Land getrieben haben. Kakuma, das heißt auf Kisuaheli „Nirgendwo“. Ein „Nirgendwo“, in dem mittlerweile fast 200.000 Menschen leben.

Die Flüchtlingslager Kakuma beherbergen mittlerweile fast 200.000 Menschen.

Die Häuser hier reihen sich eins an das andere, glitzernde Blechdächer so weit das Auge reicht. Das Land gehört den Turkana, die seit jeher hier Vieh halten. Mit ihnen hat die kenianische Regierung verhandelt, um die Menschen aus den Kriegsgebieten ansiedeln zu können.

Von Tag zu Tag wächst das Flüchtlingscamp – Krieg und Gewalt, Vergewaltigungen und Plünderungen treiben die Südsudanesen dazu, jenseits der Grenze hier in Kenia Sicherheit zu suchen.

Wer mehr über Kakuma und die Situation der Flüchtlinge aus dem Südsudan erfahren möchte, der empfehlen wir dringend das aktuelle missio magazin. Hier finden Sie die Reportage von Autorin Barbara Brustlein in voller Länge>>

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