Die Philippinen

Das größte katholische Land Asiens

Nicht weit von den schicken Hotels und Freizeitparks in Manila Center entfernt, können schon erste Eindrücke einer ganz anderen Wirklichkeit auf den Philippinen gemacht werden. In den ersten Nebenstraßen des Roxas Boulevards an der Manila Beach wohnen schon die ersten Obdachlosen auf der Straße. Oft mit ihren Kindern zusammen.

Während in den riesigen bewachten Einkaufzentren alle Luxuswaren dieser Weltzu haben sind, nimmt der Begriff „Ware“ in den Ausläufern der Zehn-Millionen-Stadt Manila eine ganz andere Dimension an. Unter den Autobahnbrücken und an den Ausfallstraßen befinden sich die Slums der Stadt. Dort geht es nicht um Designerkleidung und die aktuellsten Mobilphones, sondern um die letzte Verwertung von Abfallprodukten. „Junk Dealer“ durchforsten die Abfallberge von Manila, um durch den Verkaufder weggeworfenen Ware wenige Dollar zu machen, die sie letztlich gerade noch über Wasser halten. Ein gefährliches Geschäft, bei dem es oft um Leben und Tod geht. Es ist noch nicht lange her, dass ein riesiger Müllberg durch tagelange Regenfälle ins Rutschen kam und tausende Menschen, darunter viele Kinder, unter sich begrub und diesen den Tod brachte. Doch das ist nur eine von vielen Gefahren, die der Kampf um Waren mit sich bringt.

Die Ware Mensch ist zudem ein spezielles Thema auf den Philippinen. Manila ist als Ort des Sextourismus ein einschlägig bekanntes Urlaubsziel. Neben den vielen Frauen, die ihren Körper als Ware den männlichen Urlaubern anbieten, für die sie ein leicht einzukaufendes Produkt sind, sind es vor allem auch die vielen Kinder und Jugendliche, die sich auf den Straßen und Bars Manilas, als Prostituierte anbieten. Die Philippinen gelten  immer noch als „beliebtes" Ziel von (Kinder-) Sex-Touristen. Ein Viertel aller Prostituierten gilt als minderjährig. Im Großraum Manila, so wird geschätzt, sollen rund 20.000 Kinder und Jugendliche das Opfer von sexueller Ausbeutung sein, die meisten davon weiblich.

Das alles gilt es zu bedenken, wenn es darum geht, Urlaub in dem von einer wundervollen Natur gesegneten Land zu machen. Die Kinderrechtsorganisation Preda unterstützt deshalb einen „sanften“ Tourismus. Informieren Sie sich bitte darüber.

Impressionen von den Philippinen

Linksammlung

Wir haben für Sie die interessantesten Veröffentlichungen rund um die Themen Indien und Philippinen im Allgemeinen und Gender-Gerechtigkeit im Speziellen gesammelt.
Wir bieten Ihnen eine umfangreiche Linksammlung zum Downloaden.

  • Die Kinder der Müllhalde: Youtube
  • Kinder ohne Kindheit auf den Philippinen:  Phoenix

Linksammlung
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So unterstützen Sie unsere Arbeit auf den Philippinen

Missio for life knüpft an Lebenswirklichkeiten an, die unsere missio-Projektpartnerinnen und – partner in Afrika, Asien und dem pazifischen Raum erfahren. Sie sind es, die die unmittelbare Not der Menschen sehen und sich für sie einsetzen. Sie schenken IhnenMut und Kraft, ein Leben in Würde zu haben.

Wir dürfen an ihrem Leben teilhaben und in ihre Geschichte eintauchen. Wir unterstützen die nachhaltige Entwicklung zur Verbesserung der Situation vor Ort und tragen dazu bei, dass Menschen unter Achtung ihrer Rechte in Würde leben können. Es geht uns darum, auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen und Solidarität mit den Ärmsten und Schwächsten zu üben.

missio for life hat die Gleichheit von Mann und Frau als Schwerpunktthema gewählt und macht darauf aufmerksam, dass gerade Mädchen und Frauen vielfach benachteiligt sind. Jeder Mensch hat die gleiche Würde und ist von Gott geliebt.

missio for life setzt die in Szene, die nicht im Rampenlicht stehen. Die benachteiligten und Schwachen. Wir richten unseren Blick aber auch auf die, die sich mutig für all die einsetzen, die ausgegrenzt sind. Es sind vor allem Priester und Ordensfrauen, die aus ihrem Glauben heraus Gottes Liebe zu den Menschen bringen und sich ihrer annehmen. Sie geben passgenau, was die Menschen brauchen:Trost und Zuspruch, Zuneigung und Respekt. Echte Wertschätzung und Anerkennung in vielen konkreten Zeichen der Hilfe. missio for life versteht sich als ihr Partner und möchte ihren Einsatz vor Ort unterstützen. Wir sind beeindruckt von all ihrem unermüdlichen Engagement. Sie geben uns ein Beispiel, dass sich der Einsatz um der Menschen willen lohnt.

Wir stellen Ihnen mehrere Projekte unserer Partner vor, die Sie unterstützen können. Es geht um Gewalt an Frauen, die Bekämpfung des Frauenhandels und der Zwangsprostitution, um Traumabewältigung nach schrecklichen Gewalterfahrungen, um den Missbrauch an Kindern, die Resozialisierung von straffälligen Jugendlichen und nicht zuletzt um die Schulbildung, die der Schlüssel für ein besseres Leben ist.

Wir bauen auf 175 Jahre Erfahrung! Für unsere Arbeit sind wir mit dem Spendensiegel ausgezeichnet.

"Hablondawani" heißt "Regenbogen" und so viel wie: Hoffnung

Land/EinrichtungPhilippinen/Erzdiözese Cáceres
ProjekttitelPastorale Betreuung von Mädchen und Frauen in Krisensituationen
Projektsumme€ 25.000

Ordensschwestern vom Guten Hirten haben das Hablondawani-Zentrum ins Leben gerufen – eine Anlaufstelle für Frauen und Mädchen in Not. In das Zentrum kommen Mädchen und Frauen mit den unterschiedlichsten persönlichen, familiären und sozialen Problemen. Viele wurden Opfer von sexueller Gewalt und Ausbeutung. Die jüngsten Vergewaltigungsopfer, oft sind es Fälle von Inzest, sind gerade mal neun Jahre alt.

Das Zentrum bietet verschiedene Therapien an sowie die Möglichkeit einer vorübergehenden Aufnahme. Über einhundert Mädchen und Frauen machen jährlich davon Gebrauch. Darüber hinaus wird das Zentrum von einer gleich hohen Anzahl von Frauen in Not als Anlauf- und Beratungsstelle genutzt.

Laut einer offiziellen Statistik sind 2,4 Millionen Frauen und Mädchen auf den Philippinen in der Sexindustrie tätig. Vorherrschend ist die Altersgruppe von 13-20 Jahren. Um der Notsituation dieser Mädchen und Frauen zu begegnen, haben die Schwestern vom Guten Hirten ein umfassendes Programm zusammengestellt.

Es gibt Rehabilitationsmaßnahmen, Therapie, Schul- und Berufsausbildung, medizinische Versorgung und Rechtsbeistand. Darüber hinaus wird den Frauen durch Kleinkredite geholfen, sich eine Existenz aufzubauen.  In den umliegenden Basisgemeinden schulen die Schwestern vom Guten Hirten vor allem Frauen und Mütter zu Führungskräften, damit ein Umfeld geschaffen wird, in dem sich Frauen und Mädchen angenommen fühlen und in der Gemeinde jegliche Unterstützung erfahren.

Ziel ist es, den Kreislauf der Sexindustrie zu durchbrechen und für nachkommende Generationen eine solche Situation erst gar nicht entstehen zu lassen.

Damit den Mädchen und Frauen nachhaltig geholfen werden kann, werden im Jahr € 25.000 benötigt.

  • € 48 pro Person und Jahr für medizinische Versorgung
  • € 96 pro Person pro Jahr Schulgeld, Lernmaterial, Schulkleidung
  • € 900 im Jahr Ausgaben für juristischen Beistand
  • € 9.600 werden jährlich allein für Nahrungsmittel benötigt

Jeder Beitrag zu diesem Projekt ist ein Stück vom Regenborgen, ein Hoffnungsschimmer für diese Frauen.

Einsatz für die Straßenkinder von Manila

Land/EinrichtungPhilippinen/Erzdiözese Manila
ProjekttitelZentrum für Straßenkinder und Kinder aus sozial schwachen Familien
Projektsumme€ 16.000

Vor allem wegen der großen Armut gibt es auf den Philippinen immer mehr Familien, die auf den Straßen leben müssen. Sie verdienen ihren Lebensunterhalt durch den Transport von Waren, die sie auf Karren mit sich führen, die gleichzeitig auch das Heim der Familien darstellen. Nach einer Schätzung des philippinischen Gesundheitsministeriums belief sich die Einwohnerzahl 2014 auf 100 Millionen Menschen. Hiervon sind 34,6% 0-14 Jahre alt, 61,1% 15-64 Jahre und 4,3% über 65. Die Bevölkerungsexplosion, die vielen Katastrophen, hohe Preise, auch für Dienstleistungen, zum Beispiel im Gesundheitswesen, haben vor allem für die Kinder sehr negative Auswirkungen. Hinzu kommt noch die große Korruption, Dynastien, die die Politik beherrschen und Kriminalität, die von der Regierung nicht wirklich bekämpft wird.

Um Kinder von der Straße zu holen und ihnen die Chance auf ein besseres Leben zu geben, hat die Erzdiözese Manila 1994 das „Streetchildren Development Center“ (Entwicklungszentrum für Straßenkinder), kurz SDC, ins Leben gerufen. Mit speziell an den Bedürfnissen der Kinder orientierten Programmen hat das SDC in den vergangenen Jahren erfolgreich den Kampf gegen die Not der Straßenkinder angetreten.

Das SDC nimmt Kontakt zu den Familien auf der Straße auf. Es betreibt ein wertevermittelndes Erziehungsprogramm, das den Kindern Unterricht und berufsqualifizierende Maßnahmen bietet und ihrem Leben damit eine Perspektive gibt.

Hierzu gehört auch die Sensibilisierung der Erwachsenen und örtlichen Gemeindevertreter für die Nöte der Straßenkinder und nicht zuletzt auch die Sorge um das leibliche Wohl der Kinder.

Ein besonderes Augenmerk gilt den Mädchen unter den Straßenkindern. Vielen blieb der Schulbesuch bislang verwehrt. Nun erhalten sie eine gezielte Förderung durch Kurse, die es häufig ermöglichen, sie in das reguläre Schulsystem einzugliedern. Nicht wenige der Mädchen wirken später ihrerseits als „Streetworker“ und vermitteln Hilfe für Straßenkinder.

Um seine Arbeit fortführen zu können, benötigt das SDC eine jährliche Unterstützung in Höhe von € 16.000.

missio unterstützt dieses Projekt seit Jahren und bittet hier um Ihre Hilfe.

PREDA, das Kinderschutzzentrum auf den Philippinen

Land/EinrichtungPhilippinen/Kinderschutzzentrum
ProjekttitelSozio-pastorale Betreuung für gefährdete Kinder
Projektsumme€ 20.000 jährlich

PREDA ist eine Gründung des irischen Missionars Pater Shay Cullen und seiner Mitarbeiter, eine Organisation zu Rehabilitation, Therapie, Stärkung und Entwicklung gefährdeter Kinder und Jugendlicher in der philippinischen Provinz Zambales.

Prostitution von Jugendlichen, Kindesmissbrauch, Drogenmissbrauch, HIV/Aids sind in dieser Küstenprovinz auf der Insel Luzon weit verbreitet. Grund hierfür ist der amerikanische Marinestützpunkt Subic Bay, der erst 1992 geschlossen werden konnte. Das Vorhandensein eines Militärstützpunktes begünstigt die Verbreitung von Prostitution – und als Folge davon Drogenhandel und Aids. Ein weiterer Grund ist die Armut der Bevölkerung. Der Küstenstreifen bietet wenig nutzbares Land.

Die Folgeprobleme des Militärstützpunktes sind immer noch vorhanden: Aids hat sich stark ausgebreitet; für ganze Schichten der Bevölkerung sind Prostitution und Drogen normale Alltagserscheinungen geworden, denn der Einfluss der Sextouristen aus dem Ausland ist heute  nicht weniger zerstörerisch für die Jugend von Zambales als zuvor der der Marinesoldaten.

  • PREDA setzt sich ein für ein gerechtes System, das die Ausbeutung jeglicher Art von Frauen, Kindern und Jugendlichen bekämpft und die Rechte der Armen vertritt
  • Für sexuell missbrauchte und traumatisierte Kinder gibt es ein Heim, das ihnen Schutz, Hilfe und liebevolle Fürsorge bietet


  • In einem groß angelegten Aufklärungs- und Erziehungsprogramm werden jährlich in über 250 Seminaren mindestens 15.000 Kinder und Jugendliche erreicht. Die Seminare finden hauptsächlich an Schulen statt. Aber auch Kinder und Jugendliche, die nicht zur Schule gehen, sowie deren Eltern und Gemeindeleiter sind in dieses Programm mit integriert. Ein wichtiger Aspekt bei diesen Veranstaltungen ist die Miteinbeziehung von Jugendlichen und Gruppenleitern. Sie erleichtern den Zugang für ihre Alternsgenossen und schaffen Vertrauen.

All diese Programme erfordern einen finanziellen Jahreseinsatz von € 20.000

Jede Spende ist ein Beitrag hierzu und herzlich willkommen!

"Den Kindern eine Kindheit geben" ist die Devise von Pater Shay Cullen.