Die Ausgabe 2/2020 des missio magazins nimmt Euch mit in einen weitgehend vergessenen Winkel der Erde, den Tschad, genauer gesagt in eines der Flüchtlingslager in der Grenzregion zum Sudan. In Ägypten ist die Situation unter Präsident Abdel Fattah al-Sisi, der sich 2013 mit Hilfe des Militärs an die Macht geputscht hat, ebenfalls ungewiss. Hoffnung macht hingegen das Interview mit Prinz Ludwig von Bayern: Der Ururenkel des bayerischen Königs setzt sich in Kenia dafür ein, dass junge Menschen Arbeit finden. Im Blickwechsel schauen wir nach Manila und München und entdecken, wie Bücher hier zu den Menschen kommen.

Zebrochene Träume lautet der desillusionierte Titel der Reportage aus dem Flüchtlingslager Djabal im Tschad. missio magazin-Redakteur Christian Selbherr berichtet vom Leben der Menschen, die vor rund 15 Jahren aus der sudanesischen Bürgerkriegsregion Darfur ins Nachbarland kamen und noch immer in den Lagern der Vereinten Nationen leben. Einer seiner Gesprächspartner, Salahadine, kam als Kind mit seinen Eltern aus der krisengeschüttelten Region nach Djabal. Heute ist er Anfang 20. Welche Perspektive hat er in Darfur – oder muss er für immer im Aufnahmeland Tschad bleiben? Wird er, wie seine Eltern, in der kurzen Regenzeit nach mehreren Stunden Fußmarsch mühsam Feldarbeit verrichten, in der Hoffnung, dass der Ertrag für den Rest des Jahres reicht? Denn die Lebensmittelrationen des Flüchtlingswerks der Vereinten Nationen sind drastisch gekürzt worden – als Anreiz zurück in ihre Heimat Darfur zu gehen.

Für die Reportage Auf Sand gebaut war Redakteurin Kristina Balbach unterwegs in Ägypten, einem Land, in dem die Regierung die Menschenrechte verletzt und die Kirche versucht, ihren Platz zu finden. Knapp zehn Jahre nach dem gescheiterten Arabischen Frühling bleibt vom Aufwind nichts als eine vage Erinnerung. Für das missio magazin besuchte sie die christliche Familie Shokry, die aus dem ländlichen Oberägypten zunächst in eines der Elendsviertel von Kairo und seit kurzem in eine Neubausiedlung am Rand der 20 Millionen-Megacity gezogen ist. 2,5 Millionen Menschen mehr zählt Ägypten jedes Jahr. Rund 90 Prozent der Bevölkerung sind Muslime. Die koptisch-orthodoxen Christen sind mit 9 Prozent eine Minderheit. Angesichts der heiklen politischen Lage ist die Kirche als Verteidigerin der Menschenrechte in einer schwierigen Situation.

In der Rubrik missio für Menschen suchen wir Praktikanten für den diesjährigen Monat der Weltmission. Der Fokus liegt dieses Mal auf der Region Westafrika und dem Thema "Frieden". Mit Gusto schlemmen wir Baklava mit Safranfrüchten. Außerdem natürlich wie immer Berichte und Hintergründe über Entwicklungen in den Ländern der Einen Welt.

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Foto: Jörg Böthling