Kampf gegen Menschenhandel in Kolkata. Foto: Friedrich Stark

Zum internationalen Tag gegen Menschenhandel am Samstag (30. Juli) fordert missio München ein größeres weltweites Engagement im Kampf gegen Ausbeutung und Zwangsarbeit.  "Kinder, Frauen und Männer werden in vielen Regionen der Welt als billige Arbeitskräfte missbraucht und entrechtet", mahnt der Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerks missio München, Monsignore Wolfgang Huber. "Es ist schockierend, dass heute weltweit viele Millionen von Menschen Opfer von Formen moderner Sklaverei sind. Dabei ist extreme Armut nach wie vor der Nährboden für Menschenhandel und Zwangsarbeit."

Wegen der Dürre in Ostafrika sind viele Menschen in großer Not.

Angesichts der anhaltenden Dürre in Ostafrika wenden sich immer mehr Projektpartner in großer Sorge an missio München. „Die extreme Trockenheit, die Auswirkungen der Corona-Pandemie und jetzt die aufgrund des Ukraine-Krieges steigenden Nahrungsmittelpreise machen den einfachen Leuten das Leben nahezu unmöglich“, schreibt missio-Projektpartner Pater James Kimani Kairu aus der Diözese Eldoret in Kenia in einer Mail.

Nach dem Wahlsieg von Diktatorensohn Ferdinand "Bongbong" Marcos Junior auf den Philippinen hofft das Internationale Hilfswerk missio München, dass sich die Arbeit seiner Projektpartner in dem südostasiatischen Land nicht weiter erschwert. "Mit Marcos‘ Wahlsieg stehen der katholischen Kirche schwere Zeiten bevor. Wir stehen eng an der Seite unserer Partnerinnen und Partner auf den Philippinen. Wir hoffen, dass sie sich nicht von den Wahlen entmutigen lassen und weiter furchtlos für die Belange der Armen und Rechtlosen kämpfen werden", sagte missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber.

Der Taifun Rai hat auf den Philippinen enorme Verwüstungen angerichtet. Foto: Imago

Nach dem verheerenden Taifun "Rai" auf den Philippinen stehen die missio-Projektpartnerinnen und -partner vor Ort den Menschen zur Seite. Der Wirbelsturm, von der lokalen Bevölkerung "Odette" genannt, hat auf den Inseln Luzon, Mindanao und den Visayas massive Zerstörungen hinterlassen. Dem philippinischen Nachrichtenportal "Rappler" zufolge starben mindesten 375 Menschen, Hunderte wurden verletzt. Noch immer gibt es Dutzende Vermisste. 

Maria Ressa fotografiert von Richard James Mendoza/Imago.

Die Vergabe des Friedensnobelpreises 2021 an die regierungskritische philippinische Journalistin Maria Ressa ist für missio München ein wichtiges Zeichen im Kampf gegen die mörderische Politik von Präsident Rodrigo Duterte. missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber betont: "Mutig und selbstlos erhebt Maria Ressa auf den Philippinen ihre Stimme – und bringt sich dadurch immer wieder in große Gefahr.

Zu Beginn des neuen Schuljahres in Bayern bietet missio München in einer neu gestalteten Bildungsdatenbank Unterrichts- und Bildungsmaterial rund um die Themen Welt-Kirche und Eine-Welt an. Die neue missiothek liefert unter www.missiothek.de  Religionslehrerinnen und –lehrern sowie allen, die in der Pastoral, in Kindertageseinrichtungen oder in der Schule tätig sind, Anregungen und Bausteine, um globales und interkulturelles Lernen im Unterricht und in der Arbeit mit Gruppen zu fördern oder um eine liturgische Feier vorzubereiten.