Als Redakteur Christian Selbherr im Tschad unterwegs war, dachte noch niemand an Corona. Für die Ausgabe 4/2020 des missio magazins hat er nachgehakt: Während die Menschen dieses Jahr auf eine günstige Regenzeit hoffen, müssen sie sich gegen die Pandemie rüsten. Ebenso Chefredakteurin Barbara Brustlein. Sie war Anfang des Jahres im Niger - einem unserer diesjährigen Beispielländer im Monat der Weltmission im Oktober - zu Gast und ordnet das Erlebte vor dem Hintergrund der aktuellen Situation neu ein. Ansonsten gibt es im neuen Heft unter anderem Bildungsmaterialien für die Corona-Zeit zu entdecken und Infos zur momentanen Lage der Christen in China.

Father Furaha mit einem Mädchen in seinem Rehabilitationsprojekt "Simama". Foto: Friedrich Stark

"Simama" bedeutet auf Swaheli "Steh auf". Unter diesem Namen hat der Priester Furaha Ntsamayame im Jahr 2013 in Mbeya in Tansania ein Rehabilitationsprojekt für Kinder und Jugendliche mit Behinderung gegründet. Damit will er ihnen und ihren Familien ein gleichberechtigtes Leben ermöglichen. Das Simama-Projekt ist Inspiration für das Virtual-Reality-Modul unserer interaktiven Ausstellung, in der Schüler in das Leben des tansanischen Jungen Geoffrey eintauchen, der nach einem Unfall gelähmt bleibt. Vor einem Jahr haben wir Father Furaha in Tansania besucht. Jetzt schildert er uns, wie hart die weltweite Corona-Pandemie die Familien trifft.

Nachhaltige Kautschuk-Produktion in Orlong Hada/Nordostindien. Foto: Friedrich Stark

Seit rund sieben Jahren ist missio München Teil des Netzwerks Global Compact der Vereinten Nationen. Diese Mitgliedschaft ist jetzt verlängert worden. Gemeinsames Ziel ist eine ökologischere und sozialere Globalisierung und damit eine nachhaltige Weltwirtschaft zum Nutzen aller Menschen. Die Partner verpflichten sich, ihre Strategien und ihr Tun an den Nachhaltigkeitszielen des UN-Gremiums auszurichten.

missio München und wir von missio for life stehen gerade in Zeiten der weltweiten Corona-Pandemie Seite an Seite mit unseren Projekt-Partnern in Afrika, Asien und Ozeanien. "Mit großer Sorge beobachten wir die Auswirkungen der Maßnahmen im Kampf gegen das Corona-Virus in den Ländern des Südens und stehen in engem Kontakt mit unseren Partnern", sagt missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber.

Für die Ausgabe 3/2020 des missio magazins hat Redakteur Christian Selbherr für "Die neuen Glücksritter" bei den Goldsuchern von Kayes im Südwesten von Mali recherchiert. Chefredakteurin Barbara Brustlein war für die Reportage "Nachbarn in Not" im Süden Ruandas unterwegs, wo viele Menschen aus Burundi Zuflucht gesucht haben und zum Teil seit mehreren Jahren darauf warten, nach Hause zu können. Sowohl die Kleinschürfer als auch die geflohenen Burundis leben in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Die derzeitige Situation ist auch in spiritueller Hinsicht eine Herausforderung, aber auch eine Chance! Wir wollen Euch Mut machen und Hoffnung schenken! Dafür bieten wir Euch hier Material für das Gebet zuhause.