Das neue missio magazin führt hinter unsere "koloniale Kulisse": Hundert Jahre nach dem Ende der deutschen Kolonialzeit wiegt das Erbe schwerer denn je. Unsere Reporterinnen und Reporter berichten im aktuellen Heft aus Hamburg und Lomé. Das deutsche Kolonialabenteur in Togo war zwar kurz und ziemlich erfolglos – doch die Verbindungen zwischen Deutschland und dem Land in Westafrika sind immer noch eng. Hamburg war einst das Tor zur exotischen Welt – und ist bis heute ein Zentrum unkommentierter Erinnerungsorte. Schaut mit dem missio magazin hinter die Kulisse...

Lernen in Zeiten von Corona, das geht – mit engagierten Schülerinnen und Schülern und einem durchdachten Konzept. Die Bildungsinitiative "Jesuit Worldwide Learning" (JWL) bringt mithilfe von E-Learning-Programmen Hochschulbildung in 17 Länder in Afrika, Asien und Südamerika und erreicht damit die Ränder der Gesellschaft. Das Konzept funktioniert auch zu Corona-Zeiten, wie der geschäftsführende Präsident Peter Balleis im Interview mit dem in München erscheinenden missio magazin berichtet.

missio München hat seinen eigenen Podcast gestartet: Unter dem Titel "Reisewarnung! – Mit missio München unterwegs in Afrika, Asien und Ozeanien" stellt das Hilfswerk Länder vor, in die sonst kaum jemand reist. Der Podcast kann auf allen bekannten Audio-Streaming-Portalen wie spotify, deezer, google und apple podcasts gehört werden. Die ersten Folgen unter anderem zu den westafrikanischen Ländern Mali, Niger und Burkina Faso sowie zu den Philippinen, zu Äthiopien und zum Irak sind bereits online. "Reisewarnung!" erscheint immer am ersten Donnerstag eines Monats.

Das missio magazin widmet sich in seiner neuesten Ausgabe den Themen Flucht und Herbergssuche. Die Titelreportage "(K)Ein Platz zum Leben" führt seine Leser*innen in das Flüchtlingslager von Faladié in Malis Hauptstadt Bamako. Geschätzt 1000 Menschen leben hier. Man nennt sie "Internally Displaced People" – zu Deutsch: Binnenflüchtlinge. Wie mehr als 200.000 Menschen aus Mali sind sie geflohen vor der Krise in ihrem westafrikanischen Heimatland. Außerdem im aktuellen Heft: Berichte, Interviews und Hintergrundinformationen über die brisantesten Neuigkeiten aus der Weltkirche.

missio-Partnerin Schwester Mary John Mananzan kämpft auf den Philippinen für die Menschenrechte.

Mary John Mananzan wurde von philippinischen Regierungskreisen vor kurzem als "Terroristin" gebrandmarkt – und kämpft dennoch weiter für die Menschenrechte in ihrer Heimat. Sie kann einfach nicht anders: Sobald sie irgendwo Unrecht spürt, muss sich Schwester Mary John Mananzan zu Wort melden – auch mit 82 Jahren, unerschrocken und unermüdlich. Als vor kurzem die regierungskritische philippinische Journalistin Maria Ressa in einem Verleumdungsprozess verurteilt wurde, kritisierte die Missionsbenediktinerin die Entscheidung heftig.

Das Titelbild des missio magazins zeigt einen Arbeiter in einer Kohlemine in Sambia. Foto: Jörg Böthling

Das neue missio magazin bringt Euch mit seiner Ausgabe 6/2020 in die afrikanischen Länder Sambia und Burkina Faso. Das Titelbild zeigt einen Arbeiter einer Kohlemine im Süden von Sambia. Dort zerstört der Kohlebergbau die Lebensgrundlage vieler Dorfbewohner. Die Reportage "Die Mine der Misere" rund um die chinesische Mine zeigt deutlich, mit welchen Schwierigkeiten die Menschen in rohstoffreichen, aber armen Ländern zu kämpfen haben. Ihre Regierungen machen ausländischen Investoren teils große Zugeständnisse, um die Wirtschaft anzukurbeln und in einigen Fällen auch, um von diesen Geschäften selbst zu profitieren.